Kranke Zähne als Auslöser für komplexe Erkrankungen

Umwelt-Zahnmedizin ist eine umfassend ausgerichtete Disziplin, bei der es darum geht, chronisch entzündliche Erkrankungen infolge oraler Erkrankungen oder zahnärztlicher Maßnahmen  im Organismus zu erkennen und deren Ursachen zu beseitigen. In der Diagnostik und Therapie dieser komplexen Krankheitsbilder ist die Zusammenarbeit von Spezialisten erforderlich. Hierbei arbeiten Umwelt-Zahnmediziner, Umwelt-Mediziner, Immunologen, Toxikologen, Allergologen u.a. zusammen.

Frau Dr. Jacobi-Gresser ist Vorreiterin in diesem neuen Fachgebiet und Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-Zahnmedizin. Informationen zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit und durchgeführten Studien finden Sie hier.

Entzündungskrankheiten sind die "Epidemie der Moderne".

Chronische, entzündungsbedingte Krankheiten nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Auch die Allergierate hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelt. Dabei können durch zahnärztliche Werkstoffe Entzündungen oder Sensibilisierungen Symptome auch fernab der Mundhöhle im Körper auslösen.

Entzündungsfördernde Auslöser in der modernen Medizin

Es ist unbestritten, dass die Aktivierung des Immunsysstems den Schlüssel für nahezu  alle systemischen Erkrankungen - direkt oder indirekt - darstellt.  Die  Genetik allein erklärt den rasanten Anstieg entzündlicher Erkrankungen nicht. Die individuelle Suszeptibilität (Empfänglichkeit) für Triggerfaktoren bestimmt das Ausmaß der Wechselwirkungen mit dem Organismus. Die moderne Medizin - so auch die allgemeine Zahnheilkunde und die dentale Implantologie - trägt ihren Teil dazu bei. Daher sollten entzündungsfördernde und sensibilisierende Triggerfaktoren in der modernen Zahnmedizin möglichst durch spezifische Diagnostik  und Einsatz individuell verträglicher Werkstoffe vermieden werden.

Frage der Materialverträglichkeit in der Zahnmedizin

Es stehen komplementäre Testverfahren und verschiedene Blutuntersuchungen zur Verfügung, um die Verträglichkeit eines Materials für Füllungen, Wurzelfüllungen, Zahnersatz und Implantate zu überprüfen. Hierdurch kann ausgeschlossen werden, dass belastende Reaktionen im Immunsystem ablaufen. Es kann sich hierbei um unspezifische Entzündungen, um Sensibilisierungen und auch toxische Störungen mit Wirkung auf Stoffwechselprozesse handeln.

Auswirkungen von zahnärztlichen Werkstoffen

In zahnärztlichen Füllstoffen und im Zahnersatz enthaltene Kunststoffe und Metalle können als potentielle Allergene wirken. Kleinste Materialpartikel (Ionen) binden sich an körpereigene Proteine (Eiweiße) und werden vom Immunsystem als Fremdstoff erkannt. Wenn die immunologische Toleranz gestört ist, entwickelt sich eine Sensibilisierung und es kann zu den unterschiedlichsten Symptomen kommen. Oft sind die Ursachen nicht auf Anhieb zu erkennen, da sich sehr unspezifische und diffuse Krankheitsbilder hinter einer Belastung durch dentale Materialien  verbergen können. Ebenso können im Körper selbst produzierte toxische Stoffe z. B. aus unbehandelten oder unvollständig behandelten toten Zähne solche Auswirkungen auslösen. Sie wirken nicht nur direkt auf das Immunsystem, sondern haben auch Einfluss auf das hormonelle System, genauer auf die neuroendokrine Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse).

Vorgehensweise bei Unverträglichkeit

Bei bereits im Mund vorhandenen unverträglichen Material sollte eine auf den Patienten abgestimmte Begleitbehandlung neben den möglichen mechanischen Schutzvorkehrungen die Materialentfernung ergänzen. Vor einer Neuversorgung sollte bei Patienten mit einer auffälligen medizinischen Anamnese ein verträgliches Material durch Untersuchung bestimmt werden.

Begleitbehandlungen

Zur Entlastung eines regulationsgestörten Systems kann es notwendig sein, regulationsfördernde Mittel einzusetzen. Diese sind auf den Patienten abzustimmen und reichen von einer Anregung z.B. des Lymphsystems, der Leberentgiftungsleistung bis zur ganzheitlichen Konstitutionsstabilisierung über naturheilkundliche Präparate, homöopathische Aufbereitungen und Akupunkturmaßnahmen.

Homöopathie/Phytotherapie in der Praxis Dr. Jacobi-Gresser

 

Umweltzahnmedizin DEGUZweitere Informationen zum Thema UmweltZahnmedizin erhalten Sie auf der Website der DEGUZ

 

| Praxisgemeinschaft Dres. Gresser und Jacobi-Gresser |
| Heidesheimer Str. 20 | 55124 Mainz | Tel. 06131 43388 |

Impressum & Datenschutzerklärung | Kontakt & Anfahrt | Login